sechzehn | siebzehn


Ohje, noch so ein Jahresrückblick

Dieser Beitrag schlummert bereits seit Mitte Oktober in den Entwürfen herum und ich habe lange überlegt, ob ich den überhaupt noch veröffentlichen soll - jetzt wo euer Postfach eh von Jahresrückblicken vollgestopft ist.  Aber bevor er hier versauert, habe ich mir gedacht, dass es mir einfach gut tun wird mit 2016 auch schriftlich abzuschließen. Alles von der Seele runter zu blubbern, damit ich genug Platz da oben im Hirn habe für 2017. 

Inspiriert hat mich hierzu damals der Tweet von Dory mit dem Titel "12 things I've learned in 2016".

2016

runter und wieder rauf


Ich bin ein Mensch, der sich gerne an die schönen Dinge erinnert und die traurigen, schlechten Erinnerungen gerne mal grob übergeht. Das Jahr 2016 hatte schon ein paar nette, tiefe Löcher für mich gegraben, aber zurückblickend haben mich die Ereignisse wachsen und in neue Abenteuer stürzen lassen. Ich habe unglaublich tolle, inspirierende Menschen kennengelernt und mich selbst von einer ganz anderen Seite kennengelernt. 

2017 hält einen großen Wandel für mich bereit - vor dem ich großen Respekt habe, der mich aber gleichzeitig auch anspornt die Momente auszukosten. Ich will so vieles richtig machen, habe so viele Pläne und Ziele für dieses Jahr, an die ich mich nur traue, weil 2016 mich in so vielen Aspekten des Lebens hat reifen lassen. 

2016 was just the pregame for the party of 2017

Capture the moments in your heart

Ich liebe es Fotos zu knipsen, Momente festzuhalten an die ich mich später erinnern kann und bin auch die nervige Freundin, die jedes Mal unbedingt ein Gruppenfoto machen muss oder dich vor dem Essen aufhält, weil sie noch kein Bild gemacht hat.

Aber es gibt diese kleinen, besonderen Augenblicke im Leben, in denen man das Handy sinken lassen und mit ganzem Herzen den Moment einatmen sollte. Und wenn ich mich besonders anstrenge und die Augen schließe, kann ich noch spüren wie sich diese einzigartigen Momente angefühlt haben, wie es roch und wie es mir ging. [Und manchmal hat man das Glück, dass andere schon genug Fotos machen *höhöhö*]

Throw kindness around like confetti

Ich wurde schon gern dafür kritisiert "zu nett" zu sein, "zu hilfsbereit", "zu tolerant" - so weit, dass ich mich dafür geschämt habe Hufflepuff zu sein und wie viel lieber wäre ich doch Gryffindor oder zumindest Ravenclaw. 

Aber SCHMU drauf, so bin ich halt! Ich finde es nicht "zu" nett, "zu" hilfsbereit oder "zu" tolerant - für mich ist es das richtige Maß der Dinge. Solange es mir nicht wehtut, ich mich darüber freue oder dass ich mit einem guten Gefühl ins Bett gehen kann, so werde ich weiter so sein. 

Jeder Mensch hat sein eigenes Gepäck zu tragen, du weißt nie wie es in seinem Innern wirklich aussieht und wie viel er durchgemacht hat. Und wenn das, was du sagst oder tust nur ein Fünkchen Hoffnung schenken kann, dann tus!


Carry your heart on your sleeve

Obwohl ich ein großer emotionsgeladener Wollknäuel bin, musste ich dieses Jahr lernen mein Herz auch tatsächlich auf der Zunge zu tragen. Ich breche gern in emotionalvolle Gelüste aus, aber mir fiel es immer schwer zu sagen, was mich bedrückt, was mich ärgert oder was mich traurig macht. 

In einer Gesellschaft, die Rationalität dem Emotionen überordnet, hatte ich immer den Eindruck, dass meine Gefühle in dieser Form keine Daseinsberechtigung haben. Ich schwieg lieber als mich auszudrücken, wodurch ich vieles mit mir selbst ausmachen musste ohne das mein Gegenüber überhaupt wusste, was vor sich ging. Aber die Menschen in dem engsten Umkreis sind diejenigen, die es verdient habe zu wissen warum und wie man sich fühlt. 


Life begins at the end of your comfortzone

2016 habe ich oft einfach gehandelt statt zu planen, darüber nachzudenken oder zu kalkulieren. Oder ich habe gedacht "Warum nicht? Was hast du zu verlieren?" und mich mitreißen lassen. Oder ich habe mein Zukunfts-Ich durch das Schreiben einer "To Do-Liste" regelrecht dazu verordnet Dinge zu tun, die ich sonst in meinem nüchternen Zustand für unmöglich gehalten hätte. 

Und es war das beste, außergewöhnlichste, verrückteste Jahr meines bisherigen Lebens!
Also, muss es schon etwas an sich haben oder? 


Some people come into your life just to teach you how to let go

Manche Menschen sind nicht gekommen um zu bleiben. Die Freunde, die man am Anfang des Jahres hatte, können am Ende des Jahres komplett aus deinem Sichtfeld verschwunden sein. Und das ist in manchen Fällen nicht immer ein Verlust.

Andererseits gibt es diese besonderen Menschen, die du noch nicht allzu lange kennst, die du nicht oft siehst oder ständig den Kontakt hälst, bei denen du einfach weißt, dass sie für immer bleiben. 


You can do more than you think

Ich bin kein selbstbewusstes Persönchen - ich zieh irgendwo mein Ding durch, nicht weil ich denke, dass ich etwas besonders gut kann, sondern weil ich es gerne tue. Aber ich kann mehr als ich denke, auch wenn ich die Dinge nicht mit Worten fassen oder auf einer Scala messen kann. 

2016 habe ich gelernt nicht zu den anderen zu schielen und zu sehen was ich nicht kann, sondern auf mich zu fokussieren und meine Stärken heraus zu filtern. Dadurch habe ich mir bewusst angeeignet mich nicht von Neid lähmen zu lassen, sondern mich inspirieren zu lassen, von anderen zu lernen und gegenseitig zu motivieren. 

Und ich muss nicht alles können, nur weil alle anderen darin gut sind oder eine Faszination dafür haben. Es ist wichtig vieles auszuprobieren, aber auch den Mut zu haben Dinge fallen zu lassen und sich auf Hobbys, Fähigkeiten und Interessen zu konzentrieren, denen man mit Leidenschaft und Hingabe nachgeht. 


Offline vs Online

Lange Zeit habe ich mich dadurch definiert wie meine Zahlen aussehen, wie viel ich poste, wie mein "Online-Ich" wirkt und habe mein Offline-Ich schleifen lassen. 

2016 war das Jahr, in dem ich am wenigsten gebloggt habe und für mich selbst das Jahr, in dem ich am stärksten persönlich gewachsen bin. Für mich bedeutet es aber nicht, dass ich offline gehe, sondern eine gewisse Balance dazwischen finden will: Denn ich schreibe immer noch unheimlich gerne, liebe es von meinen Reisen zu berichten, oder lasse mich gern durchs Bloggen dazu animieren Neues auszuprobieren! 

Und weitermachen!

Ich bin gespannt wohin mich 2017 führen wird und welchen Weg ich für mich schlussendlich einschlagen werde. Ich habe keine richtigen Vorsätze für die 365 Tage formuliert, sondern mir kleine Ziele gesetzt, die mich zu einem Punkt führen sollen: Stets dieses Gefühl von "Ankommen" zu haben und glücklich zu sein! 


Welche Ziele habt ihr für 2017?
Steht etwas ganz besonderes an oder geht es irgendwo besonderes hin?

Egal, wie eure Pläne für 2017 ausschauen werden:
Ich wünsche euch ein erfüllendes, glückliches und zufriedenes Jahr!



Kommentare:

  1. Toller Post & super schöner Blog! Da bleibe ich gleich als Leserin & freue mich auf weitere Posts von dir. :)♡

    Alles Liebe,
    Lisa von #BeYourself | Instagram

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  2. Hach :) Zuerst dachte ich "Nicht noch ein Jahresrückblick, pleaaase!", weil momentan gefühlt wirklich das ganze Netz voll davon ist. Aber dann habe ich doch angefangen zu lesen und sage dir: I feel you.

    Ich kann viele deiner Punkte unterschreiben. Ich war 2016 vermutlich weniger online als je zuvor. Immer habe ich versucht es wie die "großen" Blogger zu machen und wollte öfter bloggen, mehr auf Facebook posten, tolle Bilder auf Instagram laden und am liebsten auch noch auf Pinterest und überhaupt und sowieso. Ich dachte, ich "muss" das machen, bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich gar nicht mithalten will, mit den großen Bloggern. es klingt vielleicht blöd, aber: Die Zeit, die ich dafür investieren müsste, die will ich nicht in meinen Blog stecken. Ich will bei mir daheim kein halbes Fotostudio aufbauen, um mein Essen professionell zu fotografieren. Dieser ganze Aufwand hat mir alles so verleidet, dass ich den Blog letztlich habe schleifen lassen und noch unzufriedener war.

    Mitte des Jahres habe ich mich dann dazu entschlossen, meinem Blog ein neues Layout zu verpassen und habe quasi "von vorne" angefangen. Ich schreibe nicht mehr "nur" über Rezepte, sondern auch über andere Dinge. Ich bin fast gar nicht mehr auf Facebook, auf Instagram schaue und kommentiere ich immer noch, poste aber nur noch selten. Nur Twitter - das ist meine Bank in den sozialen Medien :) Meinen Blog bespaße ich einmal in der Woche, plus einen Wochenrückblick. Das ist keine hohe Frequenz, aber das stört mich nicht, weil es mehr offline-Zeit für mich bedeutet, in der ich weiter an meinem zweiten Roman schreiben kann.

    Letztlich muss man einen Weg finden, mit dem man selbst zufrieden ist. Alles andere zählt nicht. Und genau deswegen machst du das alles richtig :) Fühl dich gedrückt!

    Team Hufflepuff!

    Liebste Grüße
    Laura (MissCreARTiv)

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  3. So ein schöner Einblick, Miu. Auf ein frohes 2017!
    Habe mir vorgenommen, früher aufzustehen. Klingt banal, aber für mich ist das total hart. Aber gleichzeitig mit Anti-prokrastination, Produktivität und Motivation verbunden.

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