Ein Stück Entschleunigung | Gedankenstrudel

In den letzten Monaten habe ich mich langsam an das neue Leben als Masterstudentin in Konstanz gewöhnt - manchmal vergesse ich wie weit entfernt ich momentan bin von zu Hause. Man ist immer irgendwie durch WhatsApp-Nachrichten, Skype oder das Telefonieren mit der Familie und mit Freunden verbunden, so dass man kaum merkt wie viel Entfernung dazwischen liegt. 

Irgendwie ist man mehr voneinander entfernt, obwohl es mehr Möglichkeiten der Verbindung gibt. Nachrichten werden kürzer, Telefonate auf den Punkt gebracht und zur Not gibt es die fixe Sprachnachricht - ungebundener als ein Telefonat. Dadurch, dass man den anderen jederzeit erreichen kann, erreicht man ihn bewusst seltener, "ineffektiver" und passiver. 

Besonders zur Weihnachtszeit habe ich das Bedürfnis nach "Entschleunigung" und es fällt mir momentan einfach so schwer - ich balanciere wieder zwischen einem Aushilfsjob [diesmal im Einzelhandel] und dem Dasein als Studentin, habe Präsentationen, mich mit einer lieben Freundin im Fitnessstudio angemeldet, möchte meine neuen Freundschaften pflegen und im Hinterkopf möchte ich nicht die Weihnachtsgeschenke, die Besuche und die To Do's vergessen [habe ganz vergessen, dass ich dieses Jahr noch 25 werde und da gibt es vieles an Papierkram zu erledigen...]

Und gleichzeitig habe ich wieder richtig Spaß am Blog gefunden, neben meinem Bett liegt das letzte Band der Licht-Triologie von Brent Weeks auf das ich drei Jahre gewartet habe und ich habe Snapchat für mich entdeckt [höhöhöhöööö... irgendwie fand ich das anfangs ziemlich doof und jetzt häng ich deswegen nur noch am Handy!]

Schuhe - NIKE | Treggings - H&M | Cardigan - SheIn*
Deswegen freue ich mich wahrscheinlich momentan auch besonders auf die Weihnachtszeit, denn abgesehen von der Prüfungsvorbereitung sind es die einzigen zwei Wochen, die ich offiziell zum Rumlümmeln, Reisen, Lesen, Gammeln und um mit meinen Liebsten Zeit zu verbringen habe! 

Irgendwie frage ich mich manchmal, wie ich das eigentlich später im Berufsleben ausgleichen will, wenn es dann mal 40-45 Stunden die Woche werden sollen und zwar durchgängig und nicht nur für einen befristeten Praktikumszeitraum von fünf Monaten sein wird. 

awkward hands on the right, damit man den Cardigan richtig sehen kann

Wie schafft ihr es euch im Alltag zu "entschleunigen"?
Und seid ihr Stresshasen in der Weihnachtszeit 
oder findet ihr auch eine Möglichkeit zur Besinnung?




Kommentare:

  1. Ich glaube du brauchst dir da gar keine Sorgen zu machen wie du etwas Zeit für dich nach einer 45h Woche hast. Da gewöhnt man sich dran und man muss auch nichts mehr lernen. Wenn man zu Hause ist, ist man zu Hause und kann abends etwas entspannen.
    Ein sehr süßes Outfit ist das geworden :)
    Liebe Grüße ♥

    AntwortenLöschen
  2. Ich muss Minnie da total recht geben. Du hast keine Klausuren, Prüfungen oder whatever - das nimmt schon einen enormen Druck heraus. Besonders wenn die Probezeit um ist ;)
    Ich muss gestehen, ich lese am liebsten wenn ich wirklich runter kommen will. Wenn ich am PC Sitze, kommt der stress nämlich direkt wieder: Mails checken, den nächsten post vorbeteiten , Kommentare schreiben oder beantworten. Das alles haut manchmal ganz schön rein! Am liebsten msvhe ich mir dann eine tasse Tee (oder auch direkt eine komplette kanne ;)) leg mich auf den Bauch und lese Harry Potter. Auf englisch, damit ist auch der letzte Rest deutscher stress aus den Gedanken weg :D
    Liebste Grüße,
    Nessa

    AntwortenLöschen
  3. Ich arbeite jetzt auch schon seit einigen Jahren und dann auch noch "in den Medien", wo es doch oft hektisch wird und man einfach da sein muss. . .45 Stunden/Woche sind da nicht selten ABER wenn du abends nach Hause kommst, ist Ruhe! :)

    Du musst nichts mehr lernen oder Aufgaben erledigen und man gewöhnt sich einfach dran. Im Endeffekt bin ich der Meinung, dass ich genauso viel Freizeit wie zur Uni hatte. Nur eben nicht mit der freien Zeiteinteilung. Das ist schon lästig, wenn man Besuche auf Ämtern (Post, etc) oder bei Ärzten dann noch zusätzlich mit der Arbeit koordinieren muss. Aber das kriegt man schon irgendwie hin.

    AntwortenLöschen
  4. Ohaaaa du hast snapchat? Adde mich mal oder ich dich, mein name dort ist mayuuuc (wie auch sonst überall)
    Und ich verstehe dich total, arbeite auch "nur" 20 stunden nebenbei und mir ist das schon fast zu viel...
    lg <3

    AntwortenLöschen