17 März 2015

5 Tipps für weniger Stress im Alltag

Ihr kennt es sicherlich auch: Es gibt immer diese Lebensphasen in denen man von einem Termin zum nächsten hetzt und vor lauter Stress das Gefühl bekommt, es wäre kein Ende in Sicht. Dann wartet man immer auf das nächste Wochenende um sich zu erholen, den nächsten Monat - der bestimmt ganz anders wird, das nächste Semester, das man mit Vollgas wieder neustarten möchte oder die nächsten Ferien

Es ist sehr schwierig im Alltag Momente einzubauen um sich zu erholen, aber umso einfacher ist es die Zeit an sich vorbeiziehen und sich vom Stress einnehmen zu lassen. Und plötzlich ist es schon Mitte März und plötzlich merkt man erst, wie das Jahr schon wieder so dahin schwindet. 

Das habe ich in den letzten Wochen auch stark an meinem Tages- und Wochenablauf bemerkt und es schlägt nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf mein körperliches Befinden an - ich fühlte mich schnell schlapp, träge, unmotiviert, unkonzentriert und wurde immer wieder krank. Daher war es mir wichtig etwas dagegen zu tun und ich habe einige Änderungen an meinem Tagesablauf unternommen.

Ich denke, dass sicherlich auch viele von euch ähnliche Situationen und Lebensphasen kennen und daher möchte ich euch heute meine 5 Methoden vorstellen, die mir in den letzten zwei Wochen deutlich geholfen haben: 


Abendroutine


Um für den nächsten Tag gut ausgeruht zu sein, ist es sehr wichtig einen erholsamen Schlaf zu gewinnen. Bei mir war das aber leider viel zu oft so, dass ich bis tief in die Nacht am Laptop saß oder im Bett noch am Handy klebte bis mir die Augen zufielen. 

Oh jaa, ich habe vor ein paar Wochen wieder mit Harry Potter angefangen! 
Nun habe ich es mir angewöhnt etwa 20-30 Minuten vor Schlafenszeit mich bereits bettfertig zu machen, alles wichtige für den nächsten Tag bereits rauszulegen und mir eine Entspannungszeit zu gönnen:
Ein paar Kerzen werden angezündet und ich massiere meine Füße und Beine nach einem langen Tag mit Massageöl ein, creme mir die Hände ein, tropfe das Nagelöl auf meine Nagelhaut und lese ein Buch. Wenn ich besonders lustig bin, lege ich mir noch eine Tuchmaske aufs Gesicht und lasse es einfach über Nacht einwirken. 

Teilweise habe ich damit angefangen, weil es meiner Haut nach dem trockenen Winter so schlecht ging und ich meine Nägel besonders für die bevorstehenden Frühlingsfarben auf Vordermann bringen wollte. Das Gute daran ist aber nun, dass ich bereits vor dem eigentlichen Schlaf zur Ruhe komme und meinen Kopf frei machen kann. Und besonders das Lesen hat mir in den vergangenen Monaten gefehlt: Ich liebe das Gefühl des Eintauchens in eine andere Welt - diese Zone in der deine eigenen Probleme und Gedanken nicht mehr wichtig sind und man witzige und spannende Abenteuer erleben kann. 


Morgenritual


Sicherlich kennt ihr den Freund namens Snooze bestimmt genauso gut wie ich - doch trotzdem versuche ich jeden Morgen mindestens 1 Stunde früher aufzustehen als ich eigentlich müsste. Für mich ist es ein ganz einfacher Gedanke: 

Ich möchte nicht morgens aufstehen und das Gefühl haben, ich würde den Tag nur für die Arbeit beginnen. Sondern, dass ich den Tag für mich beginnen und die Arbeit/der Termin/der Unterricht ist nur ein Teil meines Tages. 

Ich liebe es morgens in Ruhe meinen Kaffee oder Tee zu trinken während ich die Nachrichten lese, die neusten Youtube-Videos mir anschaue und meine Emails beantworte. Dadurch habe ich ein gutes Gefühl und ich fühle mich vorbereitet und bin dann auch endlich wach für den Tag. 


Mehr erreichen, weniger erreichbar


Durch das Smartphone und das doch recht schnelle drahtlose Internet haben wir ständig das Bedürfnis überall und zu jeder Zeit erreichbar sein zu müssen und jedem zu antworten. Auch das bereitet sehr viel Stress, denn ich habe ständig das Gefühl antworten zu müssen, die neusten Tweets zu kennen und das neuste Instagram-Bild geliked zu haben. 

Das macht mich nicht nur weniger produktiv, sondern auch unruhig, weil man mit den Gedanken immer woanders ist und durch die viele Gesprächsfetzen in Chats doch weniger verbunden ist. Daher habe ich mir nun Facebook und Facebook Messenger vom Handy gelöscht [auch aufgrund der dämlich neuen Richtlinien von Facebook] und es mir angewöhnt mein Handy vorm Schlafengehen, bei der Arbeit, beim Sport oder beim gemütlichen Zusammensein mit Freunden vom drahtlosen World Wide Web zu lösen. 

Ich bin dadurch entspannter und kann mich auf das eigentliche Geschehen konzentrieren, freue mich beim Anschalten umso mehr über Nachrichten, nehme mir dafür auch extra Zeit und die Nacht ist dadurch besonders ruhig. Denn wenn es etwas dringendes um 2 Uhr nachts ist, dann wird man mich schon anrufen. 


Schwitzen! 


Das hört sich bestimmt echt bescheuert an diesen Tipp vom größten Sportmuffel der Welt zu hören, aber es ist wirklich eines der Dinge, die mich in den vergangenen Wochen wohl noch bei geistigem Verstand gehalten haben. 

Ich denke nicht, dass es was großes und super anstrengendes sein muss - ich habe mich beispielsweise für Zumba und Aerobic Bodywork an der Uni Bonn angemeldet; das sind nur zwei Stunden die Woche. Auch wenn es anfangs sehr viel Motivation und Kraft gekostet hat, mich überhaupt zu den Kursen zu bewegen - das Schwitzen, das witzige Rumeiern [was bei andere offensichtlich Tanzbewegungen sind... ] und die Glückshormone, die beim Sport ausgeschöpft werden, wirken stressabbauend. Und auch der Kopf bleibt zwei Stunden die Woche frei von bedrückenden Gedanken, denn ich bin hochkonzentriert dabei zu vermeiden über meine eigenen Füße zu stolpern. 


Stress wegplanen! 


Vieles, was sich bei mir zu Stresszonen entwickelt hat, waren oftmals Dinge, die ich mit dem richtigen Zeitmanagement hätte vermeiden können. Daher kann ich euch auf jeden Fall einen Taschenkalender und einen Wochenplaner für den Schreibtisch nur ans Herz legen. 

Die Schreibtischunterlage habe ich von diesem Dawanda-Shop
Ich habe mir beispielsweise für den Monat März in meinem Taschenkalender aufgeschrieben, was bis zum Ende des Monats zu bewältigen ist. Meinen Wochenplaner bearbeite ich mir meist am Sonntagabend, sodass ich einen guten Überblick über die gesamte Woche gewinne:
Arbeitszeiten, Termine, To Do's für die Woche und auch freie Tage werden bei mir farblich markiert [Türkis sind bei mir "Freizeitaktivitäten" wäherend Gelb wichtige Termine und To Do's sind!] Durch diese Notizen, die ich mir dann jeden Tag abhaken kann, bin ich besser organisiert, habe auch richtige Zeitfenster zum Erholen und Gammeln und habe auch viel mehr das Gefühl einen "erfüllten Tag" gehabt zu haben.

Oder erinnert ihr euch noch die drei Erinnerungsmethoden aus dem ersten Blogpost von diesem Jahr?



Ich hoffe es waren für euch vielleicht der eine oder andere gute Tipp mit dabei und ich kann euch ein wenig zu einem neuen "Start" in den Frühling zu motivieren. Ein tolles Video zum Thema Stress ist das Tea-Talk Video von Anneorshine mit 9 hilfreichen Tipps gegen Stress. 


Wie nehmt ihr euch am liebsten eine Auszeit gegen Stress?
Oder was hilft bei euch am besten?


11 comments

17. März 2015 um 12:31

Eine Abendroutine ist für mich auch das A und O, um am Ende des Tages runter zu kommen. Ich lese dann ein bisschen in einem Buch oder lackiere mir die Nägel. Einfach ein etwas Entspannung. Morgens früher aus dem Bett zu kommen, als ich es müsste, ist eine richtige Herausforderung. Trotzdem bin ich ziemlich froh darüber - wenn ich es denn dann geschafft habe :D
Meine Auszeit vom Stress ist generell die Zeit mit Hund und Pferd. Ich kann mich nicht davor drücken, bin an der frischen Luft und schalte alle anderen Gedanken ab. :)
Liebe Grüße, Kathi

17. März 2015 um 12:40

Bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die morgens eine Stunde früher aufsteht als nötig. Immer wenn ich das erwähne, werde ich angeschaut als wäre ich verrückt:-) Und die Abendroutine finde ich genauso wichtig!

17. März 2015 um 14:31

Ganz ganz tolle Tipps liebe Miu! Ich finde gerade den ersten Tipp, sich abends Zeit zu nehmen um zu entspannen, super wichtig. Mache ich auch viel zu selten, aber du hast mich echt inspiriert und heute Abend gönne ich mir endlich mal wieder ein gutes Buch!

<3 Rabea
www,thegoldenkitz.de

17. März 2015 um 14:32

Ich habe aktuell schon ein wenig stress, weil mir die 18 Stunden, die ich wach bin, einfach nicht reichen für das was ich eigentlich machen soll.
Aber ich versuche abends auch recht früh ins Bett zu gehen, um dann ein Buch zu lesen und runter zu kommen.

17. März 2015 um 14:48

danke für diesen ganz tollen Post! Ich finde vorallem die Idee mit dem "Arbeit ist nur ein Teil meines Tages" soo toll und schlau weil das wirklich komplett die Einstellung beim Aufstehen ändert! Ich hasse es wirklich aufzustehen um zur Arbeit zu gehen!
Bei mir ist es momentan auch unheimlich stressig weil ich meine Bachelor Arbeit schreibe und nur noch 7 Wochen Zeit habe...nebenher will ich jedoch noch gerne bloggen und Sport machen und da ist es schon ziemlich schwierig alles unter einen Hut zu bekommen, der Tag hat einfach zu wenig Stunden!
Ich werde deine Tipps aber auf jedenfall ausprobieren :)
Liebste Grüße, Isa | My Makeup Addiction Confession

17. März 2015 um 20:56

ich finde den blog post ganz toll! das sind echt gute tipps...und vorallem auch solche, die man wirklich ohne probleme machen kann.

pssshhht.blogspot.com

17. März 2015 um 20:59

Danke für diese tollen Tipps, ich bin im Moment total im Uni Stress, da kann ich das echt gut gebrauchen :)
Alles Liebe,
Fee von Floral Fascination

17. März 2015 um 21:22

Der Post ist so toll! Ich bin begeistert, ich liebe die Hintergedanken bei der Morgen- und Abendroutine. Ich nehme mir jetzt vor das genauso zu machen. Ich finds so klasse! Klar wusste ich das es sinnvoller ist früher aufzustehen und entspannter, ohne Zeitdruck aber den Hintergedanken dabei, dass man so für sich selbst aufsteht nicht für Arbeit... auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Und find sie toll! Danke!!! und liebste Grüße Mandy

17. März 2015 um 22:08

Das sind echt gute Tipps! Vor allem liebe ich To-Do Listen! Es ist so ein tolles Gefühl wenn man einen weiteren Punkt einfach wegstreichen kann weil man es erledigt hat :D
Liebe Grüße ♥

18. März 2015 um 07:05

Ein sehr schöner Post. Ich kann deine Gedanken zu 100% nachvollziehen. Mir geht es auch so. Ich habe das Gefühl mein Leben dreht sich nur darum für andere Startklar zu sein (Arbeit, Familie, ...) Meine eigenen Wünsche und Zeitpläne werden komplett ignoriert. Auch ich habe mir Morgen- und Abendroutinen angeeignet um ruhiger und entspannter zu werden.

Liebst, Bea von http://beautymeetscoco.blogspot.de

21. März 2015 um 17:14

Das sind wirklich tolle Tipps, die ich mir gleich mal angewöhnen sollte. Vor allem Abends die Zeit für mich sollte ich dringend einplanen. Meist ist es so, dass ich bis spät Abends aktiv bin und mir dann plötzlich auffällt, dass ich nur noch x Stunden zu schlafen habe. Dann bricht immer große Hektik aus, die sicherlich auf Dauer besser vermieden werden kann :D

LG Helena,
Life is a Storybook

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