Ich habe die letzten Tage so richtig gemerkt, wie bei mir alles drunter und drüber läuft und alles nicht so, wie ich es gern hätte: Es gibt verschiedene Bereiche in meinem Leben, denen ich zur Zeit (obwohl ich es mir sehr wünsche) nicht gleich viel Aufmerksamkeit schenke, weil ich einfach so viele dumme Angewohnheiten habe, die ich nicht loswerden kann.
Den Unterschied habe ich deutlich bemerkt in der Zeit, als ich mein Laptop abgeben musste:
Ich habe meine Freizeit z.B. zwischen Uni und Arbeit viel effektiver genutzt - ich habe gelernt, Haushaltkram erledigt und sogar noch Zeit gehabt, um mich auszuruhen. Aber seitdem ich mein Laptop wieder habe wird die Zeit immer knapper, ich vertrödel viel zu viel Zeit.
Und durch solche vielen kleinen Dinge im Alltag habe ich das Gefühl ich vertrödel mein Leben.
Aber natürlich verschiebt man gern Veränderungen, weil es sehr viel Kraft und Überwindung kostet sich hinzusetzen und darüber nachzudenken, was man überhaupt "schlecht" an sich findet. Man verschiebt es auch gern:
"Ach, ab Montag mach ich das - dann ist eine neue Woche ... Ach, oder ab dem nächsten Monat, oder das neue Semester wird bestimmt besser. Oder warten wir gleich auf das neue Jahr?"
Ich denke, wenn man überhaupt anfängt die Veränderung zu verschieben, wird es nie eine Veränderung geben.
Ich habe mir aber nun gedacht, dass ich mit meinen nun
21 Jahren doch endlich an meinen
schlechten Angewohnheiten arbeiten soll, die ich mir selbst schon
ewig austreiben möchte, es gibt einfach kein
"Wenn du erwachsen bist, kannst du es ja ändern..." mehr, es soll
jetzt losgehen! Und weil ich gemerkt habe, dass ich durch meinen
"Bad Beauty Habits to Break"-Post durch
euren Zuspruch und der Tatsache, dass ich die Veränderung auf meinem Blog
offen angekündigt hatte, auch etwas verändern musste
(wollte mir ja schließlich nicht die Blöße geben *höhö*).
Es sind größtenteils auch nur kleine Angewohnheiten, aber meistens fängt es bei den kleinen Dingen an:
1. Wegfaul
Eine ganz schlimme Angewohnheit von mir an der ich aber schon seit einigen Wochen arbeite, und zwar berechne ich sehr oft Wege, die ich gehen muss und versuche dann Termine und Erledigungen aufzuschieben, so dass ich einen Weg nicht doppelt gehen muss. (Klingt schlimm, oder? o.o) Oder ich muss einkaufen gehen und zwischen meinem Zuhause und dem Supermarkt fährt eine Buslinie, man würde aber nur eine Haltestelle fahren - da habe ich wirklich den Bus genommen!
Wenn ich noch etwas zur Post bringen muss, aber in fünf Stunden sowieso aus dem Haus gehe, dann bringe ich die Post erst später weg (obwohl die Poststelle nur fünf Minuten entfernt ist).
Für mich ist es einfach wichtig diese Faulheit zu verändern, weil es zum einen den Charakter und die persönlichen Einstellungen prägt (Dinge nicht aufschieben - Bewegung und Sport nicht als Strafe/Qual ansehen, sondern als Gewohnheit und Entspannung) und zum anderen fand ich es paradox von mir meine Ernährung umstellen zu wollen, um ein gesünderes Leben zu führen, aber Bewegungen so gut wie möglich zu vermeiden?!
Maßnahme: Mehr Fahrradfahren, mehr zu Fuß und manchmal auch einfach mal so auf den Beinen bleiben!
2. Geduld
Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch: Es kommt z.B. sehr häufig vor, dass ich eine Serie, die insgesamt 40 Folgen umfasst innerhalb von 3 Tagen durchgeschaut habe (langweilige Gesprächssequenzen übersprungen, etc.), einfach nur weil ich wissen möchte, wie es ausgeht. Oder bei Büchern, dass ich manche Nächte durchlese, weil es spannend ist, weil ich es nicht erwarten kann das Ende zu erfahren.
Ich hatte früher auch Morgen- und Abendrituale, dass ich nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen E-mails, Nachrichten und Blogposts gelesen habe, aber dadurch, dass man das nun auch alles online auf dem Handy abrufen kann, fehlt mir dieses Ritual besonders Abends nach einem langen Tag.
Dadurch genieße ich viele Dinge im Alltag einfach nicht, die Zeit und das Geschehene läuft an mir vorbei und das möchte ich nicht.
Maßnahme: Sich Serien, Bücher, etc. gut aufteilen, so dass man mehr davon hat; Wenn es nicht unbedingt nötig ist, erst Zuhause E-mails und co. abrufen.
3. Ernährung
In den Semesterferien schaffe ich es meistens sehr gut, dass ich auf meine Ernährung achte, aber durch die Uni und die knappe Zeit, die man dann doch hat, geht es dann schon häufiger in die Mensa oder es wird schnell ein belegtes Brötchen gekauft (weil man es morgens nicht schafft früh genug aufzustehen). Es ist nicht nur ungesund, sondern geht auch ganz schön aufs Geld.
(Ich schaffe zur Zeit auch nicht mehr täglich mein "Tee-Pensum" zu erreichen.)
Maßnahme: Morgens früher aufstehen um ausgiebig zu frühstücken und etwas Kleines für den Tag einzupacken, regelmäßig zu Hause kochen und ab heute wieder ins Ernährungsbüchlein schreiben! ^-^b
4. Die Zeit und das Internet
Den Aspekt der Zeit habe ich auch in den vorherigen drei Punkten erwähnt, aber es ist sehr wichtig:
Kennt ihr das, dass ihr "nur mal kurz" etwas auf youtube anschauen wolltet und einige Videos später sind zwei Stunden vergangen und ihr wisst gar nicht, wie ihr bei dem Video gelandet seid?
Das passiert mir so gut wie jeden Tag und das nicht nur auf youtube, sondern auf 9Gag, bei Blogs und auch einfach mal nur bei Google.
Mein Laptop war eingeschaltet solange ich wach war und manchmal auch etwas länger, weil ich noch eine Folge Big Bang Theory zum Einschlafen geschaut habe.
Maßnahme: Wenn nicht nötig Laptop ausschalten - spart auch Strom! :D
Das sind meine schlechten Angewohnheiten, die ich zunächst "verlernen" möchte - ich hoffe, dass ich nicht die Einzige bin, die solche Probleme hat (sonst würd ich mich wirklich weird~ fühlen *höhö*)
Habt ihr auch solche schlechten Angewohnheiten oder ähnliche, die ihr schon seit Ewigkeiten loswerden wolltet? (Vielleicht habt ihr ja noch etwas für mich, was ich vergessen habe.)
Oder habt ihr vielleicht auch Lust mitzumachen und in einem Monat schauen wir, ob wir etwas geschafft haben? ^-^b