Butterbier, Potter? | Weihnachtsschmiede

Vor lauter Blockseminare und Referate habe ich fast vergessen, dass wir schon die erste Adventswoche haben! So war das für mich am Samstagabend doch noch ein hektischer Akt nach dem langatmigen Seminar noch in den Supermarkt zu huschen um Zutaten für die Weihnachtsbäckerei am 1. Advent zu kaufen.

Advent, Advent! Das erste Lichtlein brennt!


Alte Traditionen, die ich daheim mit der Familie zu Weihnachten geliebt habe, versuche ich auch im Studentenleben aufrecht zu erhalten. Jedes Jahr trommle ich meine Freunde zusammen und wir backen am 1. Advent die ersten Plätzchen, hören das erste Mal "Last Christmas" und für die, die noch nach dem ganzen Gebacke und Dekorieren noch motiviert sind, wird der erste Harry Potter-Film geschaut!

Neben den "klassischen" Weihnachtsfilmen, die ich euch in meinem Beitrag mit den Tipps gegen  den Weihnachtsstress aufgezählt habe, gehört Harry Potter auch zu meinen Lieblingsweihnachtsfilmen - auch wenn man sie theoretisch immer schauen kann!

Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Harry Potter-Filme jedes Jahr etwa zur Weihnachtszeit in die Kinos gekommen ist! Mit der Familie sind wir an einem der Adventssonntage gemeinsam nach dem Frühstück gegen Mittag ins Kino gestiefelt [merkwürdig eigentlich, dass man jetzt kaum noch tagsüber ins Kino geht...].

Auf jeden Fall habe ich mir für meinen Beitrag für die Weihnachtsschmiede überlegt, dass ich mein liebstes Butterbier-Rezept mit euch teile [klingt so, als hätte ich total viele im Petto, aber das ist eigentlich nur das Rezept, was richtig gut funktioniert und mir auch am besten schmeckt!].

Butterbier, Potter?

Weihnachtsschmiede | Ein Rezept

Warum gerade Butterbier? Zum Einen weil ich die Szene liebe als Harry Potter sich unter dem Tarnumhang nach Hogsmeade schmuggelt und Zum Anderen, weil Butterbier einfach perfekt nach Weihnachten schmeckt! [Und weil ich heute Abend endlich in den Film "Fantastische Tierwesen" gehen - wohooo!]

Für einen knappen Liter alkoholfreies Butterbier braut ihr folgendes in euren Kesseln zusammen:
  • 100g Butter im Kessel auf mittlerer Hitze zum schmelzen bringen
  • 80g Zucker dazu geben und gut umrühren
  • etwas Zimt und Muskat nach Gefühl reinkippen
  • 1 Pck Vanillinzucker hinzugeben
  • 250ml Malzbier untermischen und
  • 500ml Milch oben draufgeben!
Da habt ihr allein mit einer Tasse schon den ganzen Winterspeck auf einmal! Und wer noch nicht genug mag: Sprühsahne drauf und zur Deko etwas Krokant, Zimt oder Kakaopulver!



Um euch auf die besinnliche Zeit einzustimmen, hat die liebe Aileen einige viele Blogger zur "Weihnachtsschmiede" zusammengetrommelt! Hier eine verlinkte Übersicht für euch:

Was gehört zu euren weihnachtlichen Traditionen?

Gibt es etwas aus eurer Kindheit, was ihr zu Weihnachten einfach vermisst?


Ich wünsche euch einen schönen Start in die Adventszeit!





Tipps gegen den Weihnachtsstress | Advertorial

Ehrlich gesagt, kann ich es kaum glauben, dass der Weihnachtsmarkt schon diesen Donnerstag eröffnet und dass wir am Wochenende tatsächlich schon die erste Kerze anzünden werden. Zeitlich und gedanklich bin ich irgendwie noch im Oktober festgefangen und kann noch nicht fassen, dass wir bald 2017 haben.

Aber ich glaube, dass ich - bis auf meine Kindheit vielleicht - nie richtig bereit für Weihnachten war. Obwohl Weihnachten für Besinnung, für die Familie gedacht ist, verlieren wir all die wichtige Zeit durch die Verpflichtungen alle Geschenke zusammen zu kramen, das perfekte Weihnachtsessen zu zaubern und die ganzen Weihnachtsfeiern zu besuchen.

Weihnachten bedeutet Stress

Gerade diejenigen, die im Einzelhandel arbeiten oder aushelfen, kennen die strömenden Mengen, die dick eingemummelten Kunden und die vollgepackten Tüten - erinnern mich irgendwie immer an ein Schwarm aufgescheuchter Pinguine, die rumtapseln und eigentlich gar nicht so recht wissen wohin.

Obwohl ich mich gleich selbst auf dem Weg zu einem Glühweinverkauf mache, befinde ich mich vom Gefühl her wirklich ganz weit weg von Weihnachten und habe jetzt schon Angst vor dem Weihnachtsgewusel. Und deswegen wollte ich gern für mich ein paar Dinge festhalten, um diesem nicht zu verfallen, sondern tatsächlich doch irgendwie oder vielleicht zumindest ein bisschen Weihnachten genießen zu können.

3 Tipps gegen den Weihnachtsstress

Und für eine magische Adventszeit

Der frühe Vogel und so

Besonders in der Weihnachtszeit ist gutes Zeitmanagement gefragt: Gerade jetzt vor dem Advent kann man durch rechtzeitige Planung schon einiges erledigen, sodass noch genug Zeit übrig bleibt um tatsächlich Weihnachten zu genießen!

  • Schreibt euch jetzt eine Geschenkliste und eine Postkartenliste - nicht irgendwo verlegen, sondern auch gut im Auge behalten! Die Geschenke könnt ihr nach und nach einkaufen oder bereits jetzt irgendwo horten!
  • Post- und Grußkarten können schon Anfang nächster Woche verschickt werden!
  • Eine To Do-Liste mit weihnachtlichen Dingen, die euch schon langsam in die richtige Stimmung versetzen, wie z.B. den ersten Becher Glühwein trinken, die ersten Plätzchen verputzen, das erste Mal Weihnachtsmarkt!
  • Gerade enge Freunde und die entfernte Familie stehen an Weihnachten auf der Liste: Vielleicht lassen sich über die ersten Dezemberwochen schon einige Termine vereinbaren, sodass man um die eigentlichen Feiertage herum nicht noch hin und her gequetscht werden muss.


Gib dir den Ruck!

Manchmal muss man sich einfach auch in die richtige Stimmung "zwingen"! Ich liebe es Weihnachtslieder zu hören - über das erste Mal "Last Christmas" freue ich mich sogar! - und mich durch die typisch-traditionellen Filme in den Zustand weihnachtlicher Glückseligkeit versetzen zu lassen.

Meine Filmliste für Weihnachten:
  • Grinch
  • A Nightmare before Christmas
  • Kevin allein Zuhaus
  • Das letzte Einhorn
  • Liebe braucht keine Ferien
  • Die Geister, die ich rief
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Stirb Langsam

Erwartungen runterschrauben

Das steht dieses Jahr ganz oben auf meiner Liste! Ich habe immer sehr hohe Erwartungen an mich selbst und möchte jedes Jahr das perfekte Weihnachten für die Familie herrichten, umso olliger ist dann die Enttäuschung für mich wenn die Dinge nicht so laufen wie ich es mir vorgestellt habe.

Mir ist es wichtig, dass ich mir selbst bewusst mache, was mir an Weihnachten liegt und dass ich mich dieses Jahr im Dezember nicht einfach vom neuen Jahr überraschen lasse. Weihnachten hat sehr viel mit Zeit zu tun, aber nicht mit dem Zeitdruck, den man durch die ganzen Vorbereitungen zusammenträgt, sondern die Zeit mit der Familie, mit Freunden. Es geht mir um das wohligwarme Gefühl in der Bauchgegend, das sich ausbreitet, wenn man mit seinen Liebsten am ersten Advent Weihnachtsplätzchen backt, wenn man sich auf dem Weihnachtsmarkt aneinander gekuschelt, weil es eigentlich arg kalt ist und nur der Becher Glühwein die Hände wärmt, wenn man sich über ein strahlendes Gesicht erfreuen kann, weil Nachbarn, Kollegen, Mitarbeiter sich darüber freuen, weil man einfach an sie gedacht hat.


Und diesen wunderschönen Gedanken hat die Telekom in ihrer Weihnachtskampagne "Der magische Adventskalender" umgesetzt. Besonders der Satz "Das Leben schenkt uns mehr, wenn wir teilen" bleibt einem im Kopf während man Jonas bei seinem Abenteuer mit dem mysteriösen Adventskalender begleitet!

Weitere Infos zu der Kampagne findet ihr auch auf Facebook und Instagram!



Freut ihr euch auf die Weihnachtszeit?
Oder hält es sich bei euch bisher in Grenzen?



4 Tipps für den besseren Durchblick

Ich bin kein organisierter Mensch. Wer mein Zimmer kennt, weiß so ungefähr wie es in meinem Kopf ausschaut. Obwohl ich Ordnung und Strukturen brauche, um vernünftig arbeiten zu können, bin ich einfach ein Chaot, der mit Händen und Füßen versucht eine Standfestigkeit im Leben zu finden.

Besonders in den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass ich den Kopf verliere: Zu viele Dinge, die ich gleichzeitig im Auge zu behalten hatte. Zu viele Deadlines, die einzuhalten sind und zu viele Gedanken, die gleichzeitig meine Synapsen anregten. Mich frustriert es ziemlich schnell wenn ich den Überblick verliere, wenn ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und bei den vielen To Dos einfach nichts mehr tun möchte.

Aber vor knapp zwei Wochen habe ich einfach beschlossen, dass es so nicht mehr weitergehen darf und habe mich im Internet nach Organisationstipps umgeschaut, aber auch rückblickend versucht zu analysieren, was ich die letzten Semester anders gemacht habe und was bisher bei immer funktioniert hat. Und diese Tipps würde ich gerne mit euch teilen, denn gerade jetzt mit den Minusgraden und den kurzen Tagen, ist ein kleiner Kick in den Hintern möglicherweise ganz nützlich um wieder zur eigenen Motivation zu finden!


4 Tipps für den besseren Durchblick

Kleine Details für die Organisation im Alltag


Mehr Kalender im Notizbuch

Am Anfang war es für mich selbst auch einen Ticken zu viel, aber für mich die beste Anschaffung in den letzten zwei Wochen war ein separates Notizbuch neben dem Taschenkalender. Ich liebe meinen Taschenkalender über alles, aber mir hat ein Ort gefehlt, wo ich meine täglichen To Do-Listen reinschreiben kann, wo ich meine Notizen und Gedanken beisammen habe und wo ich meinen Alltag in verschiedene Bereiche einteilen kann.

In meinen Taschenkalender trage ich immer noch alle Termine ein [ich bin immer noch kein Fan von Kalender-Apps oder dem Google Kalender und trage alles immer noch per Hand ein] und am Abend schreibe stichpunktartig auf, was ich gemacht habe, klebe Kinotickets rein und verziere mit Stickern, aber für alles andere habe ich nun mein schlaues Notizbuch:
  • es ist in verschiedene Bereiche eingeteilt: Life, Master, AStA und Blog
  • ein Briefumschlag auf der letzten Seite ist mit Post-Its, Stickern und Krimskrams bereit
  • Ideen, Notizen, Mind Maps, sonstige Listen werden in die jeweiligen Bereiche reingeschrieben
  • der Life-Bereich ist für monatliche To Do-Listen und wöchentliche Planungen bereit

Colour up your life!

Farben machen glücklich, machen das Leben bunter und können geschickt eingesetzt auch bei der Organisation für sehr viel Überblick sorgen!

Mit der Zeit habe ich die letzten Jahre mein persönliches "Farbsystem" entwickelt, dass bei mir auch gewisse "emotionale Verbindungen" hervorruft:

To Dos/wichtige Angelegenheiten = GELB
Sport = BLAU
Unizeugs-Gedöns = ORANGE
Happy Stuff = TÜRKIS
Mega-happy Stuff = PINK
[wisst ihr Bescheid, wenn ihr in meinen Kalender reinschaut und
eine Verabredung mit euch in Pink UND Türkis notiert seid, dann fühlt euch geehrt *höhö*]

Mit diesem Farbsystem gehe ich sowohl in meinem Notizbuch, als auch in meinem Taschenkalender vor: Der Wochenplan im Noitzbuch wird dementsprechend vorgekritzelt und im Taschenkalender werden die Termine, To Dos und tagebuchähnlichen Notizen farblich untermalt, sobald sie erledigt sind. Zum Einen sieht es hübsch aus und zum Anderen kann man rückblickend im Taschenkalender nachschauen, ob man die Woche sinnvoll genutzt hat und ob man eine gute Balance zwischen den Farben finden kann!

Fasermaler und Textmarker von Stabilo

WICHTIG: Bei mir haben Dinge, die mir Spaß gemacht haben einen anderen Charakter bekommen - sie wurden zu lästigen To Dos, die ich nur noch abhaken wollte. Und das habe ich tatsächlich daran gemerkt, dass ich sie im Kalender mit Gelb markierte, anstatt mit Türkis. Das Farbschema war für mich in dem Fall hilfreich, da ich mich selbst ein wenig dabei ertappt habe, wie ich den Spaß an manchen Dingen verlor.


Post It-Puzzle

Für mich ist es manchmal schwierig, wenn ich jeden Tag allzu genau durchplane. Die Überwältigung an Aufgaben lähmt mich und ich verliere meine Motivation [endet meist darin, dass ich mich abkapsle, stattdessen nur am Rad drehe oder einfach ein Mittagsschläfchen mache]. Man kennt sich selbst am Ende doch vielleicht am besten - und mit einem kleinen Trick habe ich mir selbst einfach mehr Luft zum Atmen gelassen:

Feste Termine [wie z.B. Vorlesungen, Arzttermine, Verabredungen, etc.] werden in den Wochenplan eingetragen und die zeitlichen Lücken werden deutlichen markiert. Post-It Aufgaben werden in den passenden Farben angelegt und vorläufig in die freien Zeitfenster gelegt. Ich kann jedoch jederzeit die To Dos hin und her schubsen, so wie es mir von der Tagesform und der Laune her passt. Dadurch gewähre ich mir selbst mehr Flexibilität und habe nicht das Gefühl nur einer To Do-Liste hinterher zu jagen, statt meinen Tag zu genießen!


Where's the fun?

Kleinigkeiten können das Organisieren selbst spaßiger gestalten: Kurze Rituale über die man sich freut [wie das Vollstickern oder Markieren im schönen Türkis], bunte Marker, Filzstifte oder Post-Its, oder süße Deko, wie ein süßer Haftnotizenspender, den ich im Büroshop24 entdeckt habe!

Ich glaube, dass das auch der Grund ist warum so viele seit Jahren dem Filofaxen verfallen sind: Es ist hübsch, es ist ein schönes Ritual zur Entspannung und es macht einfach Spaß! Aber auch selbstgemachte DIY-Projekte können beim Organisieren helfen und es macht fast direkt mehr Spaß, wenn man selbst daran gearbeitet hat:

Süßer Haftnotizenspender | Washi Tape von DM | Klebeband Donut von Scotch

Die Organisation des Alltags, der Aufgaben und der Termine soll befreien: Die schwirrenden Gedanken im Kopf sind im schlauen Notizbuch festgehalten und man gewinnt Überblick. Gleichzeitig darf das Organisieren an sich aber nicht die Oberhand gewinnen, es soll immer noch Spaß machen und ist ein Hilfsmittel - kein Leitfaden fürs Leben. Ich hoffe, dass für den Einen oder Anderen doch ein paar Anregungen mit dabei sind!

Und im schlimmsten Fall ist mein Tipp immer noch: Einen großen Schritt zurück machen, Auszeit nehmen und weg von der Gefahrenzone!



Wie organisiert ihr am liebsten?

Seid ihr Fan von Taschenkalender oder seid ihr längst auf die digitale Variante umgestiegen?







Die verlinkten Artikel sind mir kosten- und bedingungsfrei von büroshop24 zugestellt worden.

Die perfekte Balance

Irgendwie habe ich in letzter Zeit das Gefühl, ich hätte in der großen, weiten, schnellen Welt des Internets bereits längst den Anschluss verloren. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich jeden Morgen zum Frühstück meine Liste meiner Lieblingsblogs durchgelesen und kommentiert, im Bus alle Social Media-Kanäle abgecheckt habe und jede Limited Edition, (fast) jeden neusten Viral Trend bereits kannte bevor es so richtig losging. 

Zugegeben habe ich mich selbst relativ stark von der Bloggerwelt zurückgezogen. Ich habe mich kaum noch informiert über die neusten Trends, zum Frühstück schaue ich mir die Nachrichten an oder halb verschlafen noch irgendwelche Youtube-Videos. Es lag aber auch einfach daran, dass ich mich selbst vom Konsum abhalten wollte: Durch das Lesen von Produktreviews und neusten Trends, griff ich oftmals tiefer in die Tasche als für den Monat geplant war oder als dass ich es wirklich brauchte. Als ich vor meiner Reise mein Zimmer zur Zwischenmiete freiräumen wollte, habe ich erst gemerkt wie viel ich an Kosmetik, Pflege und Bastelzeugs angesammelt hatte, die ich kaum verwende und in den Untiefen meiner Schubladen vor sich hinlümmelten. 

So viel Zeugs braucht einfach kein Mensch. 

Und so viel Zeugs, Ramsch und Krams erdrückt.


Aber auf Instagram und Twitter war ich trotzdem immer noch irgendwie auf dem neusten Stand darüber, was in der Blogosphäre aktuell war und was meine liebsten Blogger so trieben.

Und dann kam der bekloppte neue Algorithmus von Instagram.


Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht um die Zahlen. Denn genau genommen erreichen meine Bilder momentan mehr "Gefällt mir's" als sie es mit dem alten Algorithmus je geschafft haben - auch ohne Hashtags und Like-Jagd. Es geht mir um die Aktualität, um die "Nähe" zu den Leuten hinter den Profilen: Man hatte so ziemlich das Gefühl den Alltag mit anderen Menschen zu erleben - Morgens gemeinsam zu frühstücken, sich für den Tag zurecht zu machen oder den allgemeinen bösen Alltag mit wunderschönen Bildern zu überstehen! Es war für mich die perfekte Alternative zu Facebook - ein paar Male habe ich mich sogar spontan mit anderen Instagramern getroffen, weil wir im Feed gesehen haben, dass wir gerade zur selben Zeit in der gleichen Stadt unterwegs waren. Und das fehlt mir unheimlich. 

In den letzten Wochen habe ich einfach komplett die Lust an Instagram verloren, obwohl ich mir immer noch vornehme jeden Tag etwas zu unternehmen und zumindest ein "fotoreifes Ereignis" festzuhalten, ist das Bedürfnis die Bilder tatsächlich noch auf Instagram zu veröffentlichen einfach nicht mehr da. 

Eigentlich sollte dieser Beitrag definitiv nicht zu einem dieser Anti-Algorithmus-auf-Insta-Beiträgen werden, aber ich glaube in meinem Gedankenstrudel auf der Suche nach dem Grund meiner demotivierten Phase ist das mit eines der Knackpunkte gewesen. Andererseits war ich in den letzten Wochen relativ viel in verschiedene Projekte an der Hochschule eingespannt, wodurch mir auch die Zeit fehlte. 

Die Bloggerszene, der Hype um die Social Media-Kanäle haben sich in den letzten Jahren einfach verändert, dennoch hielt mich das Schreiben an sich, das kreative Treiben um das Bloggen herum mich in gewisser Weise in Balance - ein Ventil zum Abschalten, zum Austoben der kreativen Ader und ein Pool mit Gleichgesinnten. Und diese schöne Balance will ich einfach so gerne wieder für mich finden. 

© Andrei Meline Photography | Facebook | Instagram 

In den letzten zwei Wochen habe ich irgendwann das Gefühl gehabt, dass ich nur noch für die Projekte gelebt habe. Natürlich macht es Spaß mich in die Projekte reinzusteigern und mein Bestes zu geben, aber hin und wieder brauche ich auch eine gewisse Zeit, die ich für mich verbringe und die ich in Dinge investiere, die mir einfach gut tun. Den Kontakt zu meinen Freunden habe ich auf das Mindeste senken müssen, ich habe während meines gesamten Studiums noch nie so wenig mit meiner Familie telefoniert und selten hatte ich so gar kein Überblick über mein Leben - im Endeffekt hat das Alles in absoluter Unzufriedenheit mit mir selbst geendet [und einem gesamten Tag schmollend im Bett rumliegen]


Dem möchte ich wieder entgegenwirken!
Ich weiß noch nicht genau wie ich die perfekte Balance zwischen alltäglichen Aufgaben und Miu-Time finden werde, aber so wie ich mich in den letzten zwei Wochen angestellt habe - so geht es nicht weiter.


Aber allein für mich diesem Gedankenstrudel zu folgen und Worte dafür zu finden,
hat mich ein wenig leichter gemacht.


Wie findet ihr euch in der Blogosphäre zurecht im Vergleich zu "damals"?
Was tut ihr wenn ihr das Gefühl habt den Überblick zu verlieren?




Verloren im Wir



Als ich mich vor Monaten zu meiner Reise entschloss und die Flugtickets tatsächlich im Postfach lagen, war es für mich ein Befreiungsschlag. Ich hatte mich so sehr in meine eigene negative Gefühlswelt verloren, dass ich nur eines wollte: weg.

Weg aus meinem kleinen Zimmer in Konstanz, das noch so viele frische Erinnerungen in sich verbarg.
Weg von der gewohnten Umgebung, um meine Gedanken um andere Dinge kreisen zu lassen.
Und weg von dem existierenden Alltags-Ich, das meiner eigenen Vorstellung in keinster Weise mehr ähnelte.

Ich betitelte die Reise gern als "großes Abenteuer" vor dem Abschluss, aber ein kleiner Teil von mir wusste schon von Anfang an, dass es sich nach Flucht anfühlte. Zwar hatte ich es geschafft mich dem Alltag zu fügen, den Dingen seinen Lauf zu geben, aber eine kleine Stimme in mir konnte immer noch nicht zum Schweigen gebracht werden.

Alleinsein

Ich habe nie geglaubt, dass ich einen anderen Menschen brauche um glücklich zu sein. Ich war auch stets der lauteste Fürsprecher dafür, dass man auch alleine "ganz" ist, dass man sich zuerst lieben muss um einen anderen Menschen vollständig lieben zu können. Aber ich war auch immer der heuchlerischste Fürsprecher meiner eigenen Ideen, denn ich war die letzten neun Jahre meines Lebens nie wirklich allein. Und ich hatte diese Fähigkeit des Alleinseins verlernt.

Wenn man fast ein ganzes Jahrzehnt immer jemanden für eine zweite Meinung hatte, verlernt man seinem eigenen Bauchgefühl Vertrauen zu schenken und für sich selbst eine Entscheidung zu fällen. Wenn man für solch eine lange Zeit immer jemanden dicht an seiner Seite hatte, verlernt man vielleicht eines Tages allein zu gehen und sich den Weg selbst auszusuchen - ohne Kompromisse. Allein das "Guten Morgen" nach dem Aufstehen und das "Gute Nacht" zu Abend hat mich verlernen lassen den Tag für mich zu beginnen und zu beenden.

Ich habe mich während der Jahre so sehr an die Geborgenheit, an die Zärtlichkeit und die stetige Bestätigung eines anderen gewöhnt, dass ich mich allein unvollständig und verloren fühlte.

Ich habe mich in einer Zweisamkeit, in einem "Wir" verloren. 


Versteht mich nicht falsch - es hat mich nie jemand in meine "Rolle" der Freundin gezwungen oder dass ich mich unwohl gefühlt habe dabei. Ich bin vermutlich einfach ein Beziehungsmensch, jemand der gern für den anderen Kompromisse eingeht, sich plötzlich neue Hobbys zulegt, um den anderen eine Freude zu bereiten, jemand der sich ohne Probleme auf ein anderen Menschen einlassen kann und der nicht gern allein ist.

Das vergangene halbe Jahr habe ich aber dieses "Alleinsein" erst wieder lernen müssen. Ich musste lernen auf meinen eigenen Beinen zu stehen ohne mich anzulehnen und einen gedanklichen Rückzugsort zu errichten, in dem ich gern allein für mich war. In der Zeit habe ich auch mehr in mich hineingehorcht und mich selbst besser kennengelernt. Wahrscheinlich hat mir die Reise nochmal den letzten Kick gegeben, um auch allein für mich selbst funktionieren zu können und dieses "Alleinsein" zu schätzen zu lernen, denn es birgt auch viele schöne Seiten an sich - ich habe gelernt mich selbst herauszufordern, mich neu entzudecken und über meine Ängste hinwegzusehen.

Nie hätte ich gedacht für einen Moment meine Höhenängste überwinden zu können.
Nie hätte ich gedacht allein in den Flieger steigen zu können und auf der unteren Seite der Erdkugel zu landen.
Nie hätte ich gedacht wie viel Spaß mir das Leben außerhalb meiner Komfortzone machen würde.

Vielleicht werde ich im tiefsten Inneren immer noch eher der Typ Mensch sein, der nicht gern allein ist. Vielleicht werde ich innerlich immer das kleine Mädchen bleiben, das sich darauf freut jemanden seine "bessere Hälfte" zu nennen. Und vielleicht wird eines Tages jemand anderes sich die Zähne an meiner kleinen, improvisierten Mauer durchbeißen müssen. Aber für diesen Augenblick weiß ich, dass ich mich nicht mehr verloren fühle mit dem wer ich bin, wo ich bin und was ich tu.



Funkstille: Smart ohne Smartphone?

Eigentlich hatte ich es sowieso vor gehabt, eigentlich wollte ich nämlich die 10 Wochen meiner Reise so gut wie möglich aufs Handy, auf das Internet und auf meine mobile Abhängigkeit verzichten. Eigentlich wollte ich weder in Vietnam, noch in Australien mir eine Simkarte holen, das Handy nur zum Fotografieren nutzen und erst Abends im Wlan ins Netz gehen. Eigentlich.

Als ich aber in Vietnam angekommen bin, habe ich gemerkt, dass dieses "Ohne Handy"-Ding ziemlich einsam macht. Denn jedes Mal wenn wir in ein Restaurant, in ein Café oder irgendwo zum Ausruhen hinsetzten, zuckten alle unverzüglich ihr Lieblingsspielzeug raus und starrten allesamt auf ihre leuchtenden Bildschirme. Während ich sie dabei anstarrte, wie sie das Leben anderer stalkten und ihre eigene Chronik mit den neusten Bildern befüllten, musste ich irgendwann doch zugeben, dass mir die internetz-ische Freiheit fehlte und legte mir doch eine lokale Simkarte mit 3G an. 

Dann in der letzten Woche der Schock. Auf meinem Flug nach Sydney nach Saigon schaltete ich mein Handy aus und als ich es während des Transfers anschalten wollte passierte nichts. Ich dachte es läge am Akku, aber auch das Aufladen wollte nicht funktionieren. Kein rotes Lämpchen wollte blinken, das Anschließen am Laptop zeigte keine Reaktion. Tot. Einfach so. 

Und für mich bedeutete es der tatsächliche - zwar erzwungene - Urlaub von einem Handy und der Verbindung zur Außenwelt - der Erste seit über zehn Jahren

Funkstille

Gedanken eines Handyjunkies


Endlich habe ich seit gestern auch wieder ein Handy und fühle mich auch nicht mehr als würde ich ohne meine rechte Hand rumlaufen. Die letzten zwei Wochen ohne Handy waren definitiv eine interessante Erfahrung für mich - anfangs sind mir viele, viele Nachteile aufgefallen, aber auch einige Vorteile haben sich tatsächlich zeigen können, die ich mir unbedingt für den Umgang mit meinem Smartphone merken möchte.

#Abgeschotten

Man ist einfach raus. Raus aus dem System, fern von den sozialen Netzwerken und abgeschotten von seinen Kontakten. Natürlich konnte ich für den Notfall mal ein Handy ausleihen, aber seien wir mal ehrlich: Wer kann heutzutage noch Telefonnummern auswendig? Ich glaube die zwei Nummern, die ich noch heute auswendig kann, sind zum Einen meine Eigene und zum Anderen das Haustelefon meiner Eltern.

Ich habe mich zwischendurch fast schon "allein" gefühlt. Dieses dringende Bedürfnis unbedingt und immer erreichbar für alle zu sein und zu wissen, dass man jederzeit jeden erreichen könnte, war die ganze Zeit unterschwellig da.

Langsam fing ich aber an das Gefühl anders zu interpretieren: Ich fühlte mich irgendwie freier nicht immer erreichbar sein zu müssen. Es fühlte sich gut an für längere Zeit nicht von allen sozialen Netzwerken beschallt zu werden, von der Flut an Informationen mitgerissen zu werden und mal seinen eigenen Gedanken die Hauptfrequenz im Kopf zu gönnen. Ohne Handy war ich mir mehr bewusst darüber, wann und wie ich mich über mein Laptop ans Netz anschließen möchte, erreichbar bin oder Nachrichten aufrufe.


#NotForYourEntertainment

Ich bin ein Musikmensch. Ich liebe Spotify und mag es im Bus, beim Einkaufen oder Rumbummeln die Atmosphäre meines Alltags mit Musik zu untermalen. Manchmal liege ich auch einfach auf der Couch, lasse meine Seele baumeln und mich von Musik in Tagträume verführen. Selbst die Miu mit schlechter Laune lässt sich mit der perfekten Playlist ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Und nun stellt euch meine zwei Wochen ohne Musik vor - es war so furchtbar "trocken" und in meinem Kopf stelle ich mir immer noch vor, wie ich ganz griesgrämig durch die Straßen gelaufen bin, weil keine fröhlichen Melodien meine Stimmung auf Trapp hielten.

Aber nicht nur Musik hat mir gefehlt, auch die ständige Beschäftigung mit Fotobearbeitung für Instagram und das Lesen von Blogs hat mir einen großen Zeitblock freigeschaufelt, den ich anders zu beschäftigen hatte. Oder das Rumdaddeln auf dem Handy während man wartet - an der Bushaltestelle, am Flughafen, beim Zahnarzt oder im Café [wenn man mal wieder ganz Deutsch viel zu früh dran ist und die anderen die Anstandsviertelstunde einhalten]. Dadurch habe ich es beispielsweise in den zwei Wochen geschafft endlich zwei Bücher auszulesen, die schon länger auf mich warteten. Und ich habe ein vietnamesisches Buch wieder ausgebuddelt, dass ich nie richtig angefangen habe.

Oh, aber wie mir meine Kamera gefehlt hat! Das LG G4 [habe mir übrigens einfach das selbe Modell nochmal gekauft *höhö*] hat einfach eine fantastische Kamera und ich nutze gerne meinen Asiatin-Bonus um von allem [besonders von leckerem, hübschen Essen] und jedem Fotos zu machen!

#Sicherheit

Das hört sich vielleicht irgendwie merkwürdig an, aber ohne Handy habe ich mich deutlich unsicherer gefühlt. Auch wenn ich mich auf meinen Reisen immer gern mit Absicht verlaufe, habe ich mit Google Maps immer zurück gefunden. Oder auf Taxifahrten konnte ich mit dem GPS immer nachverfolgen, ob ich nicht vielleicht doch gemiunapt werde, um rechtzeitig die Türen aufzureißen und heldenhaft auf die Straße zu kullern. Oder wenn man sich verabredet hatte, konnte ich nicht nach zwei Minuten Verspätung kurz nachfragen, ob ich nicht vielleicht vergessen worden bin.

Ohne das gute Teil in der Hand musste ich mich wieder auf meinen Orientierungssinn verlassen [nicht gerade die beste Alternative, bei einem Orientierungssinn wie n Toastbrot], aber was ich auch sehr gern mochte: Ich bin mehr auf Menschen zugegangen um nach dem Weg zu fragen, habe viel Small Talk geführt und irgendwie entstand dadurch mehr Offenheit für das Zwischenmenschliche. Ich musste mich mehr in Geduld üben, nahm die Umgebung um mich herum viel deutlicher wahr und hab mich viel häufiger einfach auf mein Bauchgefühl verlassen.


5 Schritte

zu einem bewussteren Umgang mit dem Smartphone


Ich war oder bin *hust* extrem handysüchtig und das haben mir die vergangenen zwei Wochen definitiv bewusst gemacht. Und dieser puren Abhängigkeit des "Immer-Erreichbar-Seins", des Informationsflutes möchte ich versuchen entgegenzuwirken und dem Alltag mit 5 einfachen Schritten wieder ein Stück "Entschleunigung" zu schenken.

  1. Bewusst suchten: Nicht alle Feeds müssen komplett durchgescrollt werden. Ich möchte mir meine Suchtzeiten aussuchen und begrenzen. Statt zu sagen: "Nur noch kurz mal schauen, was so auf Instagram passiert", dann lieber "Ok, du hast jetzt 20 Minuten Zeit dafür". Und dass ich mir bewusst mache, wann ich die Angewohnheiten habe, mein Handy raus zu kramen und in diesen Momenten gerade absichtlich die Gewohnheit durchbreche.
  2. Internet ausschalten während des Unterricht, Meetings, Lerneinheiten oder wenn ich blogge oder an Projekten sitze. Damit ich mich wirklich zu 100% darauf konzentriere - für kurze Pausen kann ich immer noch schauen, ob ultra-super-dicke-wichtige Nachrichten eingetroffen sind [meist eigentlich nicht, sondern nur irgendwelche süße Tierfotos, die ich mir auch später anschauen kann].
  3. Handy in der Tasche lassen, wenn ich mit Freunden bin. Auch die Freunde darum bitten oder zur Not einen "Handy-Tower" bilden und der Erste, der nach dem Handy greift muss eine Runde ausgeben. Man muss auch nicht immer direkt alles googlen, was man nicht weiß, sondern kann darüber lustig philosophieren oder witzige Wetten abschließen.
  4. Später sind die Momente auch immer noch aktuell - lieber schnell ein paar Fotos knipsen, das Handy wegstecken und den Moment genießen. Instagram, Facebook und co. können auch später noch davon erfahren, was ich so erlebt habe.
  5. 15-30 Minuten vor dem Schlafen gehen das Handy auf Flugmodus stellen. Die Augen brauchen auch einmal Ruhe und der Körper soll sich bewusst aufs Ausschalten einstellen. Für den Flugmodus kann man es immer noch so einstellen, dass bestimmte Kontakte für den Notfall trotzdem anrufen können.


So viel zu meiner Handysucht - wie geht es euch mit eurem Smartphone?
Fehlt euch was, wenn ihr euer Handy mal daheim liegen lasst?

Und welche App erleichtert, verändert oder beeinflusst eurer Meinung nach das Leben gewaltig?

6 Australian things


Als ich in Sydney angekommen bin [kurze Zwischenlandung bevor es weiter nach Brisbane ging] war ich echt erstaunt darüber, wie sehr mich der erste Eindruck an Deutschland erinnert hat - besonders der Flughafen von Sydney selbst hatte für mich starke Ähnlichkeiten zu dem Düsseldorfer Flughafen. Aber vielleicht lag es nur daran, dass ich erst vier Wochen Vietnam hinter mir hatte und mich in dem Moment alles Nicht-Asiatische an Deutschland erinnert hätte.

Ich bin jetzt nun schon seit drei Wochen in Brisbane [und es sind nur noch 2 Wochen meiner Reise übrig!] und bereits in der ersten Woche sind mir viele, kleine australische Besonderheiten aufgefallen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben oder an denen ich die lässige Denkweise und Mentalität erkennen konnte.

6 Australian Things

Die mich anfangs verwirrt, zum Schmunzeln oder zum Nachdenken angeregt haben!


"Hi, how are you?"

Wenn man in Australien Menschen begegnet - ob jetzt der Kassierer beim Einkauf, die Kellnerin im Restaurant oder ein Bekannter beim Vorbeilaufen - wird man direkt mit "Hi, how are you?" begrüßt. Die ersten Male war ich noch komplett überfordert mit der Frage, weil ich es mir in Deutschland irgendwann angeeignet habe tatsächlich und relativ ehrlich zu antworten und ich einfach nicht darauf gefasst war, dass irgendwelche fremden Menschen mich aus heiterem Himmel fragen, wie es mir ginge.

Das Problem war aber, dass mir nie genug Zeit blieb um zu Antworten UND auch noch die Gegenfrage zu stellen. Genau genommen bleibt einem nicht mal genug Zeit um mit "I'm fine" zu antworten - weil nebenbei das tatsächliche Geschehen schon ganz woanders ist. Denn hier drüben darf man die Frage nach dem Befinden gar nicht ernst nehmen, es ist viel mehr noch eine Floskel als in Deutschland - wie das "How do you do?" auf das man ja auch nur mit "How do you do?" antwortet.

Irgendwann habe ich mich schnell daran gewöhnt und sogar selbst bei der Arbeit angefangen die Kunden mit "Hi, how are you?" zu begrüßen.


Free like a bird?

Das hat mich am ersten richtigen Tag in Brisbane wahrscheinlich am meisten verwundert: Die ganzen verschiedenen Wildvögel, die es hier drüben gibt! Als erstes wurde ich direkt morgens früh [mit minimalen Jetlag bei drei Stunden Zeitverschiebung] von irgendeinem richtig lauten und nervigen Vogel vorm Fenster geweckt. Dann sind wir zum Southbank Parklands in die Innenstadt gefahren und es gab riesige Vögel, die ich nicht identifizieren konnte.

Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es daran läge, dass es sich um ein Park gehandelt hat, aber die Wildvögel sind durch das viele Grün in Australien wirklich überall und in den verschiedensten Arten zu finden. Witziger war es noch auf unserem Roadtrip entlang der Ostküste, da wir beim Zelten fast jedes Mal von allen möglichen Vögeln umzingelt worden sind, sobald wir mit dem Kochen oder Grillen anfingen. Obwohl ich es mir vor meiner Reise schon bildlich vorstellen konnte, wie ich jeden Tag eine Tarantel aus meinem linken Schuh fische, habe ich bisher mehr merkwürdige und außergewöhnliche Vogelarten gesehen als Spinnen und Schlangen [zum Glück *auf Holz klopf*].

Kurzlebigkeit und Spontanität der Dinge

Ich habe den Eindruck, dass in Australien das Leben nicht auf Langlebigkeit ausgerichtet ist bzw. man immer offen für Spontanität und Veränderungen ist. Während man beispielsweise bei Wohnungsanzeigen in Deutschland des Öfteren eine Mietzeit von mindestens einem Jahr gewünscht ist, liegt die Mindestanforderung in Australien bei nur drei Monaten. Oder auch die Miete wird nicht monatlich bezahlt, sondern wöchentlich.

Ein weiteres Beispiel für dieses "spontane Lebensgefühl" ist ein besonderes Arbeitsverhältnis, dass ich so noch nicht wirklich erlebt habe. Und zwar gibt es hier neben "Vollzeit" und "Teilzeit" noch die Möglichkeit "Casual" eingestellt zu sein. Das System an sich habe ich noch nicht ganz durchblickt, aber so wie ich es verstanden habe stehen folgende Bedingungen:
  • Als "Casual" befindet man sich in einem "Pool" und wird in den Arbeitsplan aufgenommen, wenn man gebraucht wird
  • Wöchentlich erhält man den Arbeitsplan für die nächste Woche, d.h. im Umkehrverfahren, dass man jede Woche auch angeben kann wann man arbeiten kann und wann nicht [ähnlich wie bei uns Studenten in Deutschland]
  • Stundenlohn liegt etwas höher als bei den anderen Arbeitsverhältnissen, da man keine Stunden garantiert bekommt
Allgemein ist es dadurch etwas lockerer, aber gleichzeitig auch unsicherer [da spricht die Deutsche in mir]. Meine Freunde haben mir aber auch gesagt, dass wenn man sich nicht ganz so blöd anstellt und die Basics in dem jeweiligen Job beherrscht, käme man auch auf die Stunden um über die Runden zu kommen.

Unglaubliches System, aber spiegelt die locker-lässig-spontane Mentalität der Australier definitiv wider.


Wer den Cent nicht ehrt, dem wird der Dollar nicht verwehrt?

Eine Debatte, die wir schon eine Weile in Deutschland führen, die aber in Australien schon ganz selbstverständlich ist: Obwohl die Preise in den Restaurants und Läden bis auf den krummen Cent genau aufgeführt werden, gibt es hier drüben keine 1- oder 2-Cent-Stücke und daher wird beim Bezahlen einfach passend auf- und abgerundet.

Anfangs hab ich mich mit meiner über-korrekten-deutschen [vielleicht auch kleinlichen] Art schon ein wenig dagegen gesträubt - ich mein 150x solcher abgerundeter 1-Cent-Aktionen ergeben zusammen auch einen Cheeseburger bei Mäcces *hust* Aber dieser vereinfachte Umgang mit den kleinen Centbeträgen macht das Leben doch etwas unkomplizierter.

How to speak Australian

Vorab - mir ist es auch in Deutschland aufgefallen, dass ich arg Probleme bekomme wenn es um Dialekte geht. Aber für mich klingt der australische Akzent wie der coole, kiffende Bruder des British English, der einfach so vor sich her nuschelt. Mein Englisch ist relativ akzeptabel, aber es ist schon so oft vorgekommen, dass ich zwei Drittel der Konversation allein aufgrund des Akzents eigentlich nicht verstanden habe und im Endeffekt nur am Grinsen und Nicken war [die haben dann wahrscheinlich eh gedacht ich wäre eine Fresh-Off-the-Boat-Asiatin *höhö*].

Das Schwierigere liegt wahrscheinlich auch noch daran, dass Australier sehr gerne abkürzen - also einfach am liebsten alles und in einer ganz merkwürdigen Art, die für mich fast wie eine geheime "Teenie-Sprache" klingt. Da ist es ganz besonders schwierig reinzukommen, wenn man noch nicht "ganz drin" ist.

Das Video von den beiden australischen Jungs Josh und Rhy "Abbreviate Everything" demonstriert diesen Hang zu Abkürzungen einfach perfekt:


BBQ - wherever you go!

Wenn ich an Australien gedacht habe, habe ich mit dem Land auf der anderen Seite der Erdkugel Sonne, Strand, Outback, Känguruhs, unheimliche Viecher und ganz viel brutzelnden Fleisch beim BBQ in Verbindung verbracht. Und da hat sich einiges definitiv bestätigt - besonders das BBQ!

Ich weiß nicht, ob es überall in Australien so ist, aber in Queensland und New South Wales zum Beispiel findet man fast in jedem öffentlichen Park oder in der Nähe von Spielplätzen elektrische Grillplätze - Japs, genau! Elektrisch betrieben! Die sind fast ausschließlich überdacht und man bringt einfach sein Grillszeugs mit, drückt etwas länger auf einen Knopf bis das ein Lämpchen leuchet und die Grillplatte brutzelt für die nächsten 20 Minuten Fleisch, Maiskolben oder sonstiges himmliches Grillfutter.


Das nenn ich doch mal gut investierte Steuergelder!
[Naja, in einem Land wo man auch noch im "Winter" 18-23°C hat, lohnt sich das auch eher *höhö*]


Ich verbringe vergleichbar eine relativ kurze Zeit in Australien und habe gerade meine dritte Woche hinter mir, aber das sind bisher die australischen Eigenarten, die mir besonders markant aufgefallen sind und wahrscheinlich auf ewig in Erinnerung bleiben werden.

Wart ihr schon mal in Australien und habt Ähnliches erlebt?
Oder was war die spezifischste Besonderheit im Ausland, die für euch die Mentalität der Menschen des Landes widergespielt haben?

"The list"

In den vergangenen Jahren habe ich eine besondere Vorliebe für Listen entwickelt und zwar für jegliche Lebenslage - es hat eigentlich ganz simpel damit angefangen, dass ich gemerkt habe wie viel ich erreiche und erledigt bekomme, sobald ich mir sogar noch vor dem Frühstück eine To Do-Liste für den Tag erstelle. Das befriedigende Gefühl nach jeder erledigten Aufgabe die Liste vorzuknöpfen und durchzustreichen ist oft schon Belohnung genug für mich!

[Mein Tipp für nervige Angelegenheiten wie Hausarbeiten oder Aufräumen: Aufgaben in kleinere Einheiten aufteilen, sodass man tatsächlich "Erfolg" erkennen kann und nicht das Gefühl hat vor einem riesigen Berg zu sitzen und nicht zu wissen wo man eigentlich anfangen soll!]

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viel zu oft den Gedanken hatte "Ach, dafür ist doch noch genug Zeit..." bis ich dann Tag für Tag im Alltag versunken bin. Manchmal weiß ich selbst nicht worauf ich warte um die Tage tatsächlich sinnvoll zu nutzen [vielleicht bin ich auch einfach eine geborene Couch Potato], manchmal warte ich bis die Uhr tatsächlich tickt und ich in Zeitnot gerate.

Wie damals als ich 2010 nach Bonn gezogen bin und es erst 2015 vor meinem Umzug geschafft habe den Drachenfels hochzulaufen, die Kirschblüten in der Altstadt zu sehen oder das First Flush auszuprobieren.

Oder wie damals als ich im Auslandsjahr in Korea erst in den letzten beiden Monaten die günstige Lage genutzt habe um nach Tokio und Hong Kong zu fliegen - statt es bereits in den zehn Monaten zuvor in aller Ruhe irgendwann gemacht zu haben.

Oder wie damals als ich dann in Seoul erst in den letzten Wochen ins Königspalast gegangen bin, mit meinen Mädels die traditionellen Kleider anprobiert habe und zum ersten Mal nach Hyehwa gefahren bin!

Man erkennt irgendwie schon ganz deutlich ein Muster: Ich mach gern alles auf den letzten Drücker! *hust* Zum Glück habe ich zumindest ein bisschen aus meinen Erfahrungen gelernt und mir zwei Angewohnheiten angeeignet um gegen das kartoffelige Dasein anzukämpfen:

Instagram

A Picture a day

Für mich ist es zum Ziel geworden jeden Tag mindestens ein Foto auf Instagram hochzuladen - nicht, weil ich mich um ein Hochglanzprofil bemühe, sondern weil ich mir dadurch automatisch jeden Tag vornehme etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches für mich zu tun oder mir einfach nur bewusst eine kleine schöne Auszeit zu nehmen.

Es ist eine Art "Tagebuch" für mich geworden, weswegen ich es nie geschafft habe ein besonderes "theme" für mein Profil durchzuziehen - Weil jeder Tag einfach doch ein bisschen anders ist und die Bilder auch meine Stimmungen und Launen widerspiegeln.


The list

Track your life Goals

Ich glaube vor Jahren habe ich bereits schon eine Einladung zu der Seite "Bucketlist" bekommen, aber damals habe ich noch gedacht, dass ich "jetzt noch keine Zeit, kein Geld und keine Möglichkeiten" dafür hätte. Aber die Sache ist die: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Food-, Sightseeing- und To Do-Listen habe ich auf Reisen schon immer angefertigt, aber warum nicht mehrere Listen anfertigen um den Alltag Alltag sein zu lassen: Dinge, die man wirklich und tatsächlich bis zum Jahresende erledigt haben möchte [und nicht sowas wie 10kg abnehmen, sondern fünf neue Rezepte ausprobieren oder alternativ auch fünf neue Restaurants *höhö*], oder eine Film-Liste [weil man sonst immer wieder zu denselben Filmen greift oder viel zu lange sucht und am Ende doch eine Folge Supernatural, Big Bang Theory oder HIMYM schaut] oder eine richtige Bucketlist fürs Leben.

Natürlich gibt es für alle Punkte der Liste seine eigene Zeit und ich sag auch nicht, dass man all sein Hab und Gut verkaufen sollte, seinen Rucksack packen sollte um sich auf den Weg zu machen um seine Liste abzuhaken - aber eine Liste zu haben, die man vor Augen hat, die man korrigieren und abändern, auf der man Punkte hinzufügen und durchstreichen kann, war für mich der erste Schritt in die richtige Richtung.

Das klingt möglicherweise nach etwas Arbeit und von meiner Seite aus viel zu euphorisch, aber ich bin wirklich happy, dass ich diesen Tick mit den "Listen" entwickelt habe [auch wenn ich teilweise schon von meinen Freunden dafür geneckt werde... *hust*]. Allein wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke gibt es so viele Dinge, die ich ohne den Drang meine Liste endlich "abzuarbeiten" vielleicht nie in Angriff genommen hätte:

  • Ich hätte den Tandemsprung mit meinem Bruder nicht gemacht [weil ich mächtig Respekt vor Höhen habe, aber da war damals ein Angebot auf Groupon und ich dachte "Dann kommt es endlich runter von der Liste!"]
  • Ich hätte nicht mein letztes Erspartes zusammengekratzt um einmal Weihnachten in Paris zu verbringen und endlich ins Disneyland Paris zu gehen [mein Ziel ist es alle Disneyparks auf der Welt zu besuchen!]
  • Ich hätte mich nie zu einer Reise nach Indien getraut [... weil man doch so vieles Schlechtes in den Medien hört, wäre ich wohl nie allein geflogen! Aber dank der Studienreise nach Mumbai und Pune bin ich unendlich dankbar für das bunte, chaotische und exotische Abenteuer und die daraus entstandenen Freundschaften]
  • Ich hätte es wahrscheinlich mit dem Sprung von der Fahrradbrücke in Konstanz nie wirklich durchgezogen oder
  • ich hätte es mit dem Segelausflug nie richtig organisiert bekommen [und wäre dann wahrscheinlich auch bisher noch nicht nachts im Bodensee Nacktbaden gewesen *muhahaha* Davon gibt es zum Glück keine Fotos]

...und ich würde wahrscheinlich jetzt nicht gerade bei meinen Freunden in Brisbane sitzen und diesen Blogbeitrag tippen.


Im Alltag ist es schwierig die richtige Balance zu finden zwischen Arbeit und Erholung, zwischen den Dingen, die man tun muss und die man tun will. Aber in 10 oder 20 Jahren werde ich mich nicht an die Tage erinnern, die ich gefrustet über den Lehrbüchern verbracht habe oder an denen ich komplett faul auf der Couch rumgelegen habe [aber manchmal muss das auch sein!].

Daher ist es mir wichtig in Bewegung zu bleiben und etwas Auszeit, etwas bewusste Erholung oder etwas Spannendes [klingt fast wie ein Ü-Ei!] mit in jeden einzelnen Tag zu integrieren.


Neben meinen gekritzelten Listen und meinen imaginären Listen habe ich mir gedacht, dass ich mich wieder mal an der Seite "Bucket List" ran tasten möchte und habe mir gerade eben erst beim Tippen dieses Blogbeitrags einen neuen Account erstellt *höhö*

Hier ist meine noch-nicht-richtig-angefangene Bucket-Liste!

Seid ihr auch auf Bucket List?
Hinterlasst mir doch euren Account, damit ich euch folgen und mich von euch inspirieren lassen kann [*hust* Ideen klauen *hust*]

Wie findet ihr Listen?
Habt ihr vielleicht auch eine Angewohnheit mit To Do-Listen?



Shinny Green

Long time no Circle Lenses on the blog! Dem Datum nach ist die letzte Review über Circle Lenses schon über ein Jahr her - dafür, dass ich damals quasi mit Berichten über Circle Lenses und Gesichtsmasken gestartet habe, sah es für lange Zeit eher mau auf dem Blog aus! Das wollen wir doch mal fix ändern!

Und zwar handelt es sich dieses Mal um meine ersten echten Grünen - vor ein paar Jahren habe ich mir die Adult Green von EOS bestellt, die auf den Augen leider doch eher deutlich ins Bläuliche gingen [Selfiegame wasn't that strong that day *hust*].

G&G Shinny
Farbe: Grün
Durchmesser: 14,5 mm
Basiskurve: 8,8 mm
Wassergehalt: 38%
Haltbarkeit: max. 12 Monate
Preis: $28,90 im Online Shop von LensFlavors

Die Linsen erkennt ihr vielleicht aus dem Beitrag "Film-Liebe" wieder, in dem ich die chinesische Schauspielerin Fan BingBing in ihrer Rolle als "Blink" nachgeschminkt habe - die Linsen sind auffällig, groß und ganz weit entfernt von natürlich.

Farbe 5/5: Unglaublich schöner, mystischer Grünton  - obwohl ich den gelben Innenring anfangs etwas abgespaced fand, ist die Kombination des Gelbs und der Grünnuancen richtig hübsch!

Design 4/5: Simples 3-tone Design, das man schon kennt und das eigentlich immer geht. Hübsch, aber jetzt kein Wawawoow-Effekt.

Komfort 4/5: Für Kontaktlinsen mit einem solchen Durchmesser von 14,5mm finde ich einen Wassergehalt von 38% meist viel zu wenig - jedoch gingen diese Linsen relativ gut und man bemerkt sie für die ersten 3-4 Stunden kaum

Enlargement 4.5/5: Bäm! Der fehlende schwarze Außenring lässt die Linsen "natürlicher" und nicht allzu groß erscheinen, wie andere kleinere Linsen mit schwarzem Ring - wie z.B. diese Pinken von EOS.

Overall 4/5:

Ich mag die Linsen unheimlich gerne und mag den Effekt, den die Linsen erzielen. Aber es kommt natürlich immer darauf wann zu welchem Zweck man die Circle Lenses kauft - wenn man sie im Alltag tragen möchte, würde ich die G&G Shinny Green ganz anders bewerten. Für verrückte Looks für den Blog oder Cosplays sind die Circle Lenses auf jeden Fall zu empfehlen.

Wusstet ihr, dass die Leute in Asien auch im Alltag sehr auffällige Circle Lenses tragen? Zwar sind es dann immer noch eher natürliche Farben wie Schwarz, Braun und Grau, aber die Durchmesser und Designs sind absolut auffällig - die Leute gehen damit ganz normal zur Uni, zur Arbeit oder zum Supermarkt und sie sind immer noch im Trend!

Obwohl ich Circle Lenses vor 6-7 Jahren entdeckt habe, habe ich mich glaub ich noch nie so richtig getraut im Alltag getragen [morgens sind meine Augen vor Müdigkeit noch zu klein und krieg sie auch nicht rein... *hust*]


Wie gefallen euch die Linsen?
Welche Farben würdet ihr am liebsten an Circle Lenses ausprobieren wollen?


Lieblingsdirndl

Als ich vor knapp einem Jahr in den Süden Deutschlands gezogen bin, hatte ich mir fest vorgenommen endlich einmal das Oktoberfest live mitzuerleben - also so richtig richtig auf den Wiesn mit einem Maß in der einen Hand, einer fetten Bretzel in der anderen Hand, Lebkuchenherz mit peinlichen Spruch um den Hals, schönem Flechtzopf [den ich nie und nimmer selbst schaffen würde] und natürlich und nicht zu vergessen in einem zauberhaften, eng geschnürten, Boobies-pushenden Dirndl! 

Dank der vergesslichen und übereifrigen Vergangenheits-Miu, hatte ich das mit dem tollen Plan gar nicht mehr auf den Schirm gehabt als ich meine Flüge gebucht habe und nun verpasse ich wieder einmal das Oktoberfest. Das ist gerade dermaßen Meckern auf höchstem Niveau [mimimimiii...], aber ich fand es bisher immer schade die gute Gelegenheit zu verpassen ein Dirndl tragen zu dürfen! Während man in anderen Ländern die traditionellen Trachten noch viel häufiger trägt {das vietnamesische Kleid "Ao Dai" wird beispielsweise als Schuluniform oder sogar zur Hochzeit getragen oder eigentlich zu jedem Fest und in den verschiedensten Farben und Schnitten}, macht man das in Deutschland kaum [naja, genau genommen ist'n Dirndl auch ein bayrischen und österreichisches Trachtenkleid, aber ich nehm es hier mal nicht so eng *hust*].


Lieblingsdirndl
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Was ich an einem Dirndl so schön finde ist, dass er klassisch-elegant-feminin ausschaut und gleichzeitig praktisch-tough wirkt - so wie ich mir die deutsche Frau halt auch vorstelle:

Hübsch, aber weiß wie man richtig anpackt!



Aber als mini-kleines Trostpflaster kann ich für dieses Jahr zumindest sagen, dass ich zum ersten Mal ein Dirndl angezogen habe! Als ich Ende April meine beste Freundin in München besucht habe, sind wir aus Spaß in ein Geschäft für die traditionellen Kleider gegangen und ich hab ganz sneaky sogar ein paar Bilder in der Umkleidekabine gemacht [darf man eigentlich nicht *hust*].

Ich hab mich so richtig in die Farbkombination verliebt und mir fest vorgenommen für das erste Mal Oktoberfest genau das Kleid zu kaufen - naja oder ein so Ähnliches *höhö*. Ich finde bei Dirndl gibt es so eine große Auswahl von Bunt, Kitschig und Auffallend bis hin zum richtig Glamourösen. Allein schon bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf habe ich viele schöne Varianten gesehen und ich weiß gar nicht so recht mit welchem Modell in die Dirndl-Welt einsteigen soll - besonders weil man schon ein kleines Sümmchen in DAS deutsche Trachtenkleid investiert.


Habt ihr ein Dirndl daheim?
Für was für eine Farbe habt ihr euch entschieden
bzw. geht das Kleid eher in Richtung elegant oder farbenfroh?

Und noch viel wichtiger: Wart ihr schon mal auf dem Oktoberfest?